Zwischentöne

Zurück an den Start oder die beste aller Welten.

Die Welt zu einem besseren Ort machen. Ein hehres Ziel. Dumm nur, dass das, was die einen für besser halten, für andere genau das Gegenteil ist. Der große Plan – Vision, Utopie für die einen, Schreckensszenario, Dystopie für die anderen. Zwei Seiten einer Medaille. Und darin liegt wohl der Hund begraben. Der gemeinsame Nenner scheint kleiner geworden zu sein, und ja, die Mitte brüchiger, die Ränder radikaler. Doch zwischen Schwarz und Weiß gibt es eine große Bandbreite von Zwischentönen mit ureigener Kraft.

(E)

Back to the start or the best of all worlds.

Making the world a better place. A noble goal. Stupidly, what some consider better is just the opposite for others. The grand plan – vision, utopia for some, horror scenario, dystopia for others. Two sides of the same coin. And therein lies the rub. The common denominator seems to have become smaller, and yes, the middle more fragile, the edges more radical. But between black and white, there is a wide range of intermediate tones with their very own power. 

Sometimes the better is the enemy of the good.

Aquarell; hier mit Filter in farbreduzierter Darstellung. Das färbige Original sieht mittlerweile anders aus. Ich habe es übermalt. Aus einem inneren Drang heraus, es zu verbessern; es hat mich etwas daran gestört. Ob es mir gelungen ist? Die Antwort fällt nicht eindeutig aus …

Manchmal ist das Bessere der Feind des Guten.

Emma Kunz – Bilder mit Heilkraft

«Alles geschieht nach einer bestimmten Gesetzmässigkeit, die ich in mir fühle und die mich nie zur Ruhe kommen lässt», sagte Emma Kunz, und zeichnend suchte sie nach Mustern, Verbindungen, Vernetzungen, nach der Weltformel vielleicht. Sie sagte: «Die Zeit wird kommen, in der man meine Bilder versteht.» (aus: https://www.tagblatt.ch/panorama/der-heilige-berg-ld.938617)