Langsam gehen. Walk slowly.

Fruehlingerwachen-Beate-Guetl-Pastellzeichnung

„Frühlings-Sinfonie“, Pastellkreide

Gehe langsam, wenn du es eilig hast.  (So, oder ähnlich soll Konfuzius gemeint haben)

Ein Widerspruch? Gerade jetzt ist es ein Gebot der Stunde.  Es gibt so viele unbekannte Parameter, und doch wird in Windeseile agiert und mit Zwangsmaßnahmen gearbeitet. Schnell, schneller, am schnellsten. Weltmeister im Impfen. Hurra! Egal, was es koste (nicht nur monetär, sondern vielmehr auf allen Ebenen).  Ja, wir alle haben unsere blinden Flecken und gerade deshalb scheint es mir dringendst, langsam (vorzu-)gehen, immer wieder inne zuhalten, um zu erkennen. Die wahre Dimension zu erkennen. Es gibt viele Stimmen, die nicht gehört werden (wollen?). Es gibt viele Zeichen, die nicht gesehen werden (wollen?). Es gibt viele Auswirkungen, die nicht erkannt werden (wollen?)

Das Leben bis ins letzte Detail kontrollieren, überwachen oder gar korrigieren? Gehe langsam, wenn du es eilig hast.

Weniger ist mehr.

Eine bewusste Reduktion des oft als belastend empfundenen „Lebens im KOMPARATIV“  (besser, schneller, erfolgreicher, noch mehr … ) führt letztlich zu einem erfüllteren Leben: Weil wir uns nicht mehr selbst verlieren und der Ressource „(Muße-)Zeit“  ihren gebührenden Wert zukommen lassen.

Ich meine: Das Leben auf der Überholspur ist wie das Trinken von Salzwasser: es stillt nicht den Durst.



(E) Translated with DeepL.com

Walk slowly when you are in a hurry.  (Confucius is said to have meant something like this).

A contradiction? Right now it is the order of the day.  There are so many unknown parameters, and yet people are acting in a hurry and using coercive measures. Fast, faster, fastest. World champions in vaccination. Hooray! No matter what it costs (not only monetarily, but rather on all levels).  Yes, we all have our blind spots and that’s why it seems urgent to me to proceed slowly, to pause again and again in order to recognize. To recognize the true dimension. There are many voices that are not (want to be?) heard. There are many signs that are not seen (want?). There are many effects that are not recognized (want?).

Control, monitor or even correct life to the last detail? Walk slowly if you are in a hurry.

Less is more.

A conscious reduction of the often perceived as burdensome „life in the COMPARATIVE“ (better, faster, more successful, even more … ) ultimately leads to a more fulfilling life: Because we no longer lose ourselves and give the resource „(leisure) time“ its due value.

I mean: Life in the fast lane is like drinking salt water: it doesn’t quench your thirst.


Danke für den Besuch! Thank you for the visit!

WER? WH0?

So ein Glas ist schon was Feines, nicht wahr? Vor allem natürlich, um eine Flüssigkeit oder sonstwas im Inneren zu halten, aber auch zum Fotografieren, wie ich gemerkt habe. Die natürliche Spiegelfläche ist es, die mich fasziniert.

Apropos Spiegel:  Wenn du in den Spiegel schaust, WER schaut heraus? Was ist die Essenz dieses Wesens? 

(E)

Such a glass is something fine, isn’t it? Especially, of course, to hold a liquid or anything else inside, but also for taking photos, as I’ve noticed. The natural mirror surface is what fascinates me.

Speaking of mirrors, when you look in the mirror, WHO is looking out? What is the essence of that being? 


Danke für deinen Besuch! Thank you for your visit!

Geheimnis. Secret

Jeder Mensch hat ein Geheimnis. Oder zwei. Oder mehrere. Oder sogar viele.

Manche Geheimnisse wollen für immer Geheimnisse bleiben. Manche Geheimnisse drängen danach, gelüftet zu werden, damit der Mensch wieder atmen kann …

Everyone has a secret. Or two. Or several. Or even many.

Some secrets want to remain secrets forever. Some secrets urge to be revealed so that man can breathe again …


©linienspiel

Danke für deinen Besuch! Thanks for visiting!

„Looking at beauty in the world, is the first step of purifying the mind.“ (Amit Ray)

„Die Schönheit der Welt zu betrachten, ist der erste Schritt zur Reinigung des Geistes.“

Überall ist Schönheit. Auch im Verblühen./Beauty can be found everywhere. Even in withering.


Bleistift. Formenbetrachtung Rosen, ohne Anspruch auf Detailtreue, sondern mit Blick auf das ganze Blütenbündel.  


L’IMPORTANT C’EST LA ROSE

Du hast Glück, es geht Dir gut, doch ein Dichter hat geschrieben:
Alles Schöne, was wir lieben, muss vergehn.
Ja, das Unglück schreitet schnell, schon siehst Du am Tag Gespenster,
Graue Schatten vor dem Fenster, doch Du weißt
Überall blühen Rosen, überall blühen Rosen, überall blühen Rosen für Dich.

(aus: Gilbert Bécaud „Überall blühen Rosen“, deutsche Version)

Roses bloom everywhere, … everywhere for you …


Schönes Wochenende! Have a nice weekend!

Grüntöne. Shades of Green.


Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es.

-Robert Walser (1878 -1956)


„Vegetation“, Acryl auf Leinwand

Zur Farbe Grün: Mischung aus Gelb und Blau. Natur, Fruchtbarkeit, Wachstum, Entspannung. Farbe des Herzchakras. Kultfarbe des Islam.

Weitere Farbbetrachtungen:

Go Green

Gelbtöne. Shades of Yellow

Rot. Red

Farbe weckt Emotionen. Welche weckt die Farbe Grün bei dir?/Color awakens emotions. Which ones does the color green awaken in you?

©linienspiel

Bilder und ihre (Entstehungs-)geschichten

Wie entstehen meine Bilder? Was liegt ihnen zu Grunde? Ein konkreter Plan? Eine Spontanaktion? Eine Inspiration?

In diesem Falle, letzteres, um genauer zu sein, ein Blogbeitrag von Gerda Kazakou am 21.3.2021

Dieser Beitrag hat mich nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt und in mir den unbändigen Impuls geschürt, zu Farbe und Pinsel zu greifen, mit diesem Ergebnis:

Die-Hoffnung
„Hoffnung“, Gouache auf Papier, © linienspiel

Ja, und obwohl abstrakt, hat dieses Bild einen konkreten (Entstehungs-)hintergrund. 🙂

ABSTRAKTE MALEREI

Die Geschichten abstrakter Bilder bleiben oftmals verborgen. Ihre Lesbarkeit verlangt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und einen breiten Erfahrungshorizont.  Meine Anfänge in der Malerei waren vom Bemühen um realitätsnahe Darstellung geprägt, dem Bemühen um „Wiedererkennen“ (einer Person, einer Szene, eines Gefühlsausdrucks, …). Das allerdings hat mir nicht wirklich Befriedigung verschafft. Es blieb eine Leere zurück. Und so habe ich mich immer mehr eingelassen auf die bildnerische Umsetzung innerer Zustände, – meiner Innenwelt, die ihrerseits als Reflexion des Wechselspiels zur Außenwelt zu sehen ist.

„Back to the roots“ – ja, so will ich meine abstrakte Malerei attribuieren. Dazwischen liegt eine Entwicklung, gekennzeichnet durch beobachten, erfassen, erfahren, planen, verstehen:  Perspektive, Form, Farbe, Kontraste, Relationen, Material, Raum usw.

Abstrakte Malerei ist Anfang und Ende. Kindliches Vergnügen an Selbstausdruck und dem Hinterlassen von Spuren am Anfang und Reduktion auf das WesentlicheSpurensuche – am Ende.

HOFFNUNG

Über die Hoffnung habe ich schon einmal einen Beitrag veröffentlicht, das dazugehörige Bild ist – obgleich einen abstrakten Begriff darstellend – von Grundzügen der realistischen Darstellung geprägt. Du findest besagten Beitrag hier.  Meine Gedanken zur abstrakten (Aquarell-)malerei findest du hier, weitere Beispiele meiner abstrakten Malerei:  Hier und hier, auch hier.

LEBEN

Natürlich hat dieser Beitrag etwas mit der Situation, in der wir uns seit einem Jahr befinden, zu tun. Dazu folgende Gedanken:

Leben ist immer verletzlich. Leben ist immer stark. Leben lässt sich nicht regieren. Leben hat seine eigenen Gesetze. Darauf vertraue ich. Und so gebe ich der Hoffnung das Vertrauen als Begleiter mit und rufe: Es lebe das Leben!


Summary in English:

How do my paintings come into being? Do I have a concrete plan, do they arise completely spontaneously or from a source of inspiration. For the abstract painting shown here, I was inspired by a post by a fellow blogger.

My thoughts on abstract painting: For me, it is the beginning (childlike scribbles) and the end (reduction to the essential). In between is a time of observing, experiencing, constructing.

The painting shown here is entitled „Hope“. I have already written about hope in more detail HERE.
Examples of my abstract painting can be found here, here, also here.

Last but not least, thoughts on life: Life is always vulnerable. Life is always strong. Life cannot be governed. Life has its own laws. I trust in that. And so I give hope trust as a companion and call out: Long live life!


Da und dort. Here and there.

„Da und dort“, Aquarell, ©linienspiel

 

Hast du es bemerkt?  Du hast es sicher bemerkt. Der Schatten des Baumes  bei obigem Bild ist nicht dunkel. Obwohl üblicherweise der Schatten ja die Abwesenheit von Licht darstellt, physikalisch betrachtet, und eigentlich dunkel sein müsste.

In der Analytischen Psychologie von  C.G . Jung spielt das Konzept des Schattens eine wichtige Rolle. Er ist jener Anteil der Persönlichkeit, der  im Verborgenen gehalten werden will. Weil er nicht angenehm ist, im Gegenteil, direkt beängstigend sein kann. Er kann das positive Bild, das jemand anderer von uns haben soll, empfindlich stören. Wer will das schon? 

Nach C. G. Jung ist es so, dass wir verdrängte eigene Persönlichkeitsanteile, die wir bei uns selbst nicht wahrhaben wollen, – weil unliebsam – bei anderen entdecken. Die Psychoanalyse nennt es Projektion. Ein Abwehrmechanismus. 

Sich seiner Schatten bewusst zu sein, sie anzunehmen, kann zu tieferem Verständnis anderen gegenüber und zu mehr Selbstliebe beitragen und letztlich das Leben erhellen.

Deine Schatten? Kennst du sie?

 


(ENGLISH)

Have you noticed?  You must have noticed it. The shadow of the tree in the above picture is not dark. Although usually the shadow represents the absence of light, physically speaking, and should actually be dark.

In the analytical psychology of C.G . Jung, the concept of the shadow plays an important role. It is that part of the personality that wants to be kept hidden. Because it is not pleasant, on the contrary, it can be directly frightening. It can severely disturb the positive image that someone else is supposed to have of us. Who wants that? 

According to C. G. Jung, repressed parts of our own personality that we do not want to acknowledge in ourselves – because they are unwelcome – are discovered in others. Psychoanalysis calls it projection. A defence mechanism. 

To be aware of one’s shadows, to accept them, can contribute to a deeper understanding of others and to more self-love and ultimately brighten one’s life.

Your shadows? Do you know them?


Schönes Wochenende! Have a great weekend!

Mit oder ohne. With or without.

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Mit den Titeln zu Bildern ist das so eine Sache. Im Grunde genommen, bedarf es gar keines Titels. Und doch kann er, der Titel, eine Spur legen, die im Bild weiterverfolgt werden kann. Auch wenn über ein Bild gesprochen (geschrieben) wird, ist der dazugehörige Titel hilfreich, um sich darüber auszutauschen, denn mitunter kann es ansonsten sehr kompliziert werden. In etwa so könnte dann eine Konversation so lauten:

„Wie gefällt dir das Picasso-Bild mit der Taube?

„Welches meinst du?“

„Na, das mit dem Kind.“

„Mit welchem Kind? Das mit dem Harlekin oder das mit dem Mädchen?“

Das mit dem Mächen. Das mit dem Harlekin, das gibts ja gar keine Taube.“

„Ach ja, stimmt, Es gibt aber auch noch andere Bilder mit einer Taube von ihm.“

“ Mhm. Die Taube mit dem Regenbogen. Die Tauben II.,  Die Taube im Flug. Friedenstaube.“

Also schon ganz hilfreich, so ein Bildtitel.

Doch nun zu meinem Bild, das ich hier zeige.

Dieses Bild ist schon vor etlichen Jahren entstanden, ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich es gemalt habe. (Vielleicht sollte ich mir doch angewöhnen zu datieren :)) , aber was bedeuten schon Zahlen in diesem Zusammenhang? Sie können wenig bis gar nichts aussagen. Generell aber auch das Gegeneil: Immense Bedeutung erlangen. Wir erleben es ja gerade. Zahlen können mächtige Werkzeuge sein. Für Manipulationen jeglicher Art. 🤥

Und ja, ich weiß, der Körper der Kuh passt nicht wirklich. Zu dünn, ohne Beine …  egal, ich mag das Bild dennoch. Poesie des Unperfekten. 

Ach so: Mein Bild ist ohne. Ohne Titel. :)) Kann sich aber ändern.

Der Ausschnitt mit dem Kuhkopf entstammt einem Gemälde, von dem ich leider auch nicht mehr weiß, wer es gemalt hat. Falls du liebe Leserin, lieber Leser eine Ahnung  haben solltest, aus welchem Gemälde dieser Ausschnitt stammen könnte, lass es mich doch bitte im Kommentar wissen. Danke! 

Kuh

 


Short summary in English:
Does a picture need a title?
Basically not, because the image stands for itself.  In this article I come to the conclusion that image titles can be quite helpful when talking/writing about an image.

Picasso, for example, has many paintings and drawings with pigeons. Which painting exactly we mean when we talk about a certain Picasso painting with doves, the corresponding picture title can be very helpful.

My painting, which I show here, does not have a title yet. (But that can change.)
The cow in this picture is not painted correctly. No legs, too thin body, yet I like this picture very much. There is a beauty of the imperfect.

Schönes Wochenende! Have a nice weekend