Glas.Klar.


Glas ist nicht immer klar. Und glasklare Lösungen erweisen sich oft als Trugschluss …

Ob dabei wohl Hekate ihre Finger im Spiel hat, so wie Paul Watzlawick in seinem Buch „Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen“ (dtv 1994) meint?

Ohne hier näher auf die Lektüre eingehen zu wollen, nur so viel:

„Wer das summum bonum will, setzt damit auch schon das summum malum. Das kompromisslose Streben nach dem höchsten Gut – sei es Sicherheit, Friede, Freiheit, Glück oder was auch immer – ist eine Patendlösung, oder (mit Verlaub, Herr Geheimer Rat) eine Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.“ (Watzlawick, Paul: ebenda Seite 42)

 

Hat was, nicht wahr?


ENGLISH

Glass is not always clear. And crystal-clear solutions often prove to be a fallacy …

I wonder if Hekate has her fingers in the pie, as Paul Watzlawick suggests in his book „Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen“ (dtv 1994).

Without wanting to go into the reading in more detail here, just this much:

„Whoever wants the summum bonum, thereby also already sets the summum malum. (…) a force that always wants the good and always creates the evil.“ (Watzlawick, Paul: ibid. page 42)

 

There’s something to it, isn’t it?


Schönen Sonntag! Have a beautiful Sunday!

16 Gedanken zu “Glas.Klar.

      1. Glasklar als Umschreibung für es „liegt auf der Hand“, oder meinetwegen auch für „die beste Option“ oder Ähnliches, jedenfalls in diese Richtung gehend. Und sich dabei in Sicherheit wiegen, dass es sich um etwas Gutes, wenn nicht gar das Beste handelt. Die Geschichte und eigenen Erfahrungen zeigen dann manchmal, dass es sich gegensätzlich verhält. Das vermeintlich Gute erweist sich als sein Gegenteil, zwei Pole, die sich bedingen bzw. ergänzen.

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      2. „Glasklare Lösungen“, – nun, daß die nicht immer die besten sind, kann ich mir gut voestellen. Sind getrübte aber unbedingt besser? Ich meine das nicht nur bezogen auf das Material Glas, sondern in einem umfassenderen Sinne. Und das sollte doch mit diesem Wort auch angedeutet werden, – oder liege ich da falsch?

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  1. Gegensätze halte ich für zwei Enden derselben Energie. Wenn man Gefühle völlig von den zugehörigen Gedanken löst, verwandeln sie sich. Weinen wird zu Lachen und wieder zu Weinen, seelischer Schmerz hat, wenn man ihn von den Gedanken trennt, dasselbe Körpergefühl wie Freude. So ist zumindest meine Erfahrung.

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    1. Das empfinde ich ähnlich. Die Energie hinter den Gegensätzen halte ich auch für dieselbe. Und die Gegensätze als solche für ein und dasselbe. Als Gegensatz erfahrbar, wenn es einen Wechsel/Wandel der Energie gibt, sie -aus welchem Grund auch immer- andersrum läuft.

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  2. ich denke, das Wort „kompromisslos“ ist der Schüssel. Es bedeutet, einen beschränkten Standpunkt fürs Ganze zu setzen. Das Beste anzustreben, ist als solches ja nicht verkehrt. Wenn ich mir bewusst bleibe, dass es nur mein „bestes Ziel“ ist und ich nicht für andere denke und entscheide, ist daran nichts auszusetzen. (Natürlich kommt es selbst dann auf die gewählten Mittel an).
    Heute Vormittag hatte ich übrigens ebenfalls ein blaues Väschen in der Hand und wendete es hin und her, putzte es ein bisschen und dachte an die, die es mir einst schenkte…..

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