Bilder und ihre (Entstehungs-)geschichten

Wie entstehen meine Bilder? Was liegt ihnen zu Grunde? Ein konkreter Plan? Eine Spontanaktion? Eine Inspiration?

In diesem Falle, letzteres, um genauer zu sein, ein Blogbeitrag von Gerda Kazakou am 21.3.2021

Dieser Beitrag hat mich nach dem Lesen noch eine ganze Weile beschäftigt und in mir den unbändigen Impuls geschürt, zu Farbe und Pinsel zu greifen, mit diesem Ergebnis:

Die-Hoffnung
„Hoffnung“, Gouache auf Papier, © linienspiel

Ja, und obwohl abstrakt, hat dieses Bild einen konkreten (Entstehungs-)hintergrund. 🙂

ABSTRAKTE MALEREI

Die Geschichten abstrakter Bilder bleiben oftmals verborgen. Ihre Lesbarkeit verlangt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und einen breiten Erfahrungshorizont.  Meine Anfänge in der Malerei waren vom Bemühen um realitätsnahe Darstellung geprägt, dem Bemühen um „Wiedererkennen“ (einer Person, einer Szene, eines Gefühlsausdrucks, …). Das allerdings hat mir nicht wirklich Befriedigung verschafft. Es blieb eine Leere zurück. Und so habe ich mich immer mehr eingelassen auf die bildnerische Umsetzung innerer Zustände, – meiner Innenwelt, die ihrerseits als Reflexion des Wechselspiels zur Außenwelt zu sehen ist.

„Back to the roots“ – ja, so will ich meine abstrakte Malerei attribuieren. Dazwischen liegt eine Entwicklung, gekennzeichnet durch beobachten, erfassen, erfahren, planen, verstehen:  Perspektive, Form, Farbe, Kontraste, Relationen, Material, Raum usw.

Abstrakte Malerei ist Anfang und Ende. Kindliches Vergnügen an Selbstausdruck und dem Hinterlassen von Spuren am Anfang und Reduktion auf das WesentlicheSpurensuche – am Ende.

HOFFNUNG

Über die Hoffnung habe ich schon einmal einen Beitrag veröffentlicht, das dazugehörige Bild ist – obgleich einen abstrakten Begriff darstellend – von Grundzügen der realistischen Darstellung geprägt. Du findest besagten Beitrag hier.  Meine Gedanken zur abstrakten (Aquarell-)malerei findest du hier, weitere Beispiele meiner abstrakten Malerei:  Hier und hier, auch hier.

LEBEN

Natürlich hat dieser Beitrag etwas mit der Situation, in der wir uns seit einem Jahr befinden, zu tun. Dazu folgende Gedanken:

Leben ist immer verletzlich. Leben ist immer stark. Leben lässt sich nicht regieren. Leben hat seine eigenen Gesetze. Darauf vertraue ich. Und so gebe ich der Hoffnung das Vertrauen als Begleiter mit und rufe: Es lebe das Leben!


Summary in English:

How do my paintings come into being? Do I have a concrete plan, do they arise completely spontaneously or from a source of inspiration. For the abstract painting shown here, I was inspired by a post by a fellow blogger.

My thoughts on abstract painting: For me, it is the beginning (childlike scribbles) and the end (reduction to the essential). In between is a time of observing, experiencing, constructing.

The painting shown here is entitled „Hope“. I have already written about hope in more detail HERE.
Examples of my abstract painting can be found here, here, also here.

Last but not least, thoughts on life: Life is always vulnerable. Life is always strong. Life cannot be governed. Life has its own laws. I trust in that. And so I give hope trust as a companion and call out: Long live life!