Der eigene Schüler sein.

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Philosophisches Denken in der Kunst

 „Für seine ästhetische Wissenschaft entwickelt er sensualistische Konzepte. Er legt Wert auf eigenständiges Denken und lehnt es ab Autoritäten zu folgen. Er möchte nur Schüler seiner eigenen Erfahrung sein; mit anderen Worten, er möchte seinen eigenen Wahrnehmungen trauen, um auf diese Weise der Wirklichkeit näher zu kommen, als die scholastischen Philosophen bisher.“ (wörtlich übernommen aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Philosoph)

Wer hier mit „er“ gemeint ist? Leonardo da Vinci.

Ich kann dieser Denkweise viel abgewinnen.


ENGLISH:

Philosophical thinking in art

„For his aesthetic science he develops sensualistic concepts. He values independent thought and refuses to follow authority. He wants to be a student only of his own experience; in other words, he wants to trust his own perceptions in order to come closer to reality in this way than scholastic philosophers have done so far.“ (taken verbatim from: https://de.wikipedia.org/wiki/Philosoph)

Who is meant here by „he“? Leonardo da Vinci.

 

This way of thinking is close to me.

 


Schönen Sonntag! Have a beautiful Sunday!

Hoffnung. Hope

In schwierigen Zeiten, sei es auf persönlicher oder gesamtgesellschaftlicher Ebene, ist Hoffnung ein wichtiger Motor, um Schritte in Richtung Besserung und Heilung zu unternehmen. Hoffnung ist eine Erwartungsemotion. Hoffnung motiviert zum Durchhalten. Hoffnung ist verknüpft mit positiven Emotionen, die Kraft zum Handeln geben.

(vgl. Hoffnungstheorie(n) von Charles Richard Snyder, u.a.)

 

Es gibt aber auch Positionen, die Hoffnung als das „Übelste der Übel“ ansehen, als etwas, das die Qual der Menschen verlängert, wie beispielsweise der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche (1844-1900) in „Menschliches, Allzumenschliches“.

Nietzsche äußerst sich jedoch auch anders, wenn er etwa meint, 

„Eure Liebe zum Leben sei Liebe zu eurer höchsten Hoffnung: und eure höchste Hoffnung sei der höchste Gedanke des Lebens!“ (Also sprach Zarathustra)

 

Es ist verständlich, dass die Hoffnung schwindet, wenn sich kein Erfolg einstellt. Ja, Frustration macht sich breit, wenn die gesetzten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen. Dennoch ist es von großer Bedeutung, die Wechselbeziehung zwischen Hoffnung und Handeln zu erkennen, um nicht einem Fatalismus zu erliegen, der die eigene Handlungsfähigkeit sabotiert und Ohnmachtsszenarien verstärkt.

 

Allegorie der „Hoffnung“, Öl auf Leinwand, © Linienspiel




ENGLISH


In difficult times, whether on a personal or societal level, hope is an important motor for taking steps towards recovery and healing. Hope is an emotion of expectation. Hope motivates to persevere. Hope is linked to positive emotions that give strength to act.

(see Hope Theory(s) by Charles Richard Snyder, et al.)


But there are also positions that see hope as the „worst of evils„, as something that prolongs people’s agony, such as the German philosopher Friedrich Nietzsche (1844-1900) in „Menschliches, Allzumenschliches“ (Human, All-too-human).

Nietzsche, however, also expresses himself differently, for example, when he thinks 

„Let your love for life be love for your highest hope: and your highest hope be the highest thought of life! (So said Zarathustra)


It is understandable that hope dwindles if there is no success. Yes, frustration spreads when the measures taken do not lead to success. Nevertheless, it is very important to recognise the interrelation between hope and action in order not to succumb to fatalism, which sabotages one’s own ability to act and reinforces fainting scenarios.